Pflegeheim-Einzug
6. Okt 2026
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Was du beim Einzug ins Pflegeheim mitnehmen solltest

Was beim Einzug ins Pflegeheim mitnehmen? Plane persönliche Dinge, Kleidung und Gerätezubehör mit einer Inventarliste und klaren Absprachen zur Übergabe.
Illustration einer Checkliste mit drei Schritten zur Vorbereitung des Einzugs ins Pflegeheim

Nimm zuerst die Dinge mit, die du täglich benutzt und mit denen du dich zu Hause fühlst. Stimme Möbel, Geräte, Wäsche und Hilfsmittel vorher mit der Einrichtung ab. Eine kurze Inventarliste hält fest, was mitkommt, welches Zubehör dazugehört und wo es nach dem Einzug liegt.

Ob du deinen eigenen Einzug vorbereitest oder jemandem dabei hilfst: Beginne mit den Gewohnheiten der Person, die einzieht. Das vertraute Radio oder ein bestimmtes Fotoalbum kann wichtiger sein als eine komplett neue Ausstattung. Diese Packhilfe konzentriert sich auf den persönlichen Alltag; Verträge, Finanzierung und medizinische Übergabe klärst du getrennt mit den zuständigen Stellen.

Beginne mit einem gewöhnlichen Tagesablauf

Gehe gedanklich einen Tag durch, bevor du Schränke ausräumst:

  • Was brauche ich direkt nach dem Aufstehen?
  • Welche Kleidung trage ich gern und kann ich gut benutzen?
  • Womit lese ich, höre Musik oder telefoniere ich?
  • Was gehört für mich zu einem angenehmen Abend?
  • Welche zwei oder drei Dinge sollen am ersten Tag bereits an ihrem Platz sein?

Wenn du für einen Angehörigen mitpackst, frage nach konkreten Gegenständen: «Welches Radio möchtest du mitnehmen?» ist greifbarer als «Was brauchst du alles?» Trenne Wünsche von Fragen, die erst die Einrichtung beantworten kann. So wird nicht vorschnell etwas aussortiert, das der Person wichtig ist.

Vorher mit der Einrichtung absprechen

Diese Fragen kannst du beim Vorgespräch mitnehmen. Notiere neben jeder Antwort, mit wem du gesprochen hast.

Frage Was du danach entscheiden kannst
Was steht im Zimmer bereits bereit? Welche eigenen Möbel oder zusätzlichen Dinge überhaupt nötig sind
Welche persönlichen Möbel sind möglich und welche Masse passen? Was mitkommt und was vorerst eingelagert bleibt
Werden Bettwäsche und Handtücher gestellt? Welche Textilien du einpacken musst
Wie oft wird persönliche Kleidung gewaschen und zurückgebracht? Wie viel Wechselwäsche im Alltag sinnvoll ist
Wie soll Kleidung gekennzeichnet werden? Ob du selbst Etiketten anbringst oder die Einrichtung das übernimmt
Welche Regeln gelten für eigene Elektrogeräte? Welche Geräte samt Zubehör du nach Absprache vorbereitest
Wer nimmt Hilfsmittel und wichtige persönliche Dinge entgegen? Wem du sie bei der Ankunft direkt übergibst

Pro Senectute Graubünden führt in seiner Checkliste unter anderem persönliche Möbel, bereitgestellte Wäsche und den Waschrhythmus als Klärungspunkte auf. Die Antworten unterscheiden sich je nach Haus.

Auch bei Möbeln lohnt sich eine konkrete Rückfrage: Die Gesundheitszentren für das Alter der Stadt Zürich beschreiben eine Grundausstattung, die nach Absprache durch persönliche Einrichtungsgegenstände ergänzt werden kann. Das ist ein Beispiel für deren Angebot, keine Zusage für jede Einrichtung.

Die persönliche Packliste

Kleidung und Pflege

  • Gern getragene Alltagskleidung und passende Wechselwäsche
  • Nachtwäsche, Unterwäsche und Socken
  • Passende Schuhe und Hausschuhe
  • Jacke und Kleidung für Aufenthalte draussen
  • Gewohnte Pflegeprodukte und persönliche Pflegeutensilien
  • Persönlich benötigte Hilfsmittel nach Absprache

Kaufe die Mengen nicht nach einer pauschalen Internetliste. Rechne mit dem tatsächlichen Wäscheumlauf der Einrichtung und einer passenden Reserve. Notiere Sonderfälle wie Kleidungsstücke, die besondere Pflege benötigen, und kläre, wer sich darum kümmert.

Sehen, Hören und Kontakt halten

  • Brille mit passendem Etui
  • Hörhilfe mit zugehöriger Aufbewahrung und benötigtem Zubehör, falls genutzt
  • Telefon mit passendem Ladekabel und Netzteil, falls gewünscht
  • Gut lesbare Kontaktliste wichtiger Personen
  • Radio, Lesegerät oder andere abgesprochene Geräte
  • Zugehörige Fernbedienungen, Ladestationen und kurze Bedienhinweise

Packe jedes Gerät als vollständiges Set. Prüfe zu Hause gemeinsam, welches Kabel tatsächlich dazugehört. Ein Netzteil, das nur ähnlich aussieht, ist kein verlässlicher Ersatz. Gerätezugangsdaten gehören nicht auf eine offen herumliegende Inventarliste.

Vertraute Dinge fürs Zimmer

  • Ausgewählte Fotos oder ein Fotoalbum
  • Bücher, Zeitschriften, Rätsel oder Handarbeitsmaterial nach Interesse
  • Ein vertrauter Gegenstand für den Nachttisch oder das Regal
  • Persönliche Einrichtung nach Absprache

Wähle zunächst so viel, dass die wichtigen Dinge gut erreichbar bleiben. Weitere Bücher oder Dekoration lassen sich später nachbringen. Ein freier Platz auf dem Nachttisch ist hilfreich, wenn dort täglich Brille, Getränk oder Telefon abgelegt werden.

Eine Inventarliste, mit der du später etwas wiederfindest

«Eine Brille, ein Radio, drei Taschen» hilft nur begrenzt. Notiere ein Erkennungsmerkmal, das Zubehör und den tatsächlichen Ablageort. Fotografiere wichtige Gegenstände einzeln, wenn die betroffene Person damit einverstanden ist. Vermeide dabei mitfotografierte Dokumente oder private Nachrichten.

Ausfüllbeispiel mit erfundenen Gegenständen:

Gegenstand und Merkmal Gehört dazu Vereinbarter Platz Noch zu erledigen
Lesebrille mit dunkelrotem Rahmen Graues Hartschalenetui Nachttischschublade Etui kennzeichnen
Kleines weisses Radio Passendes schwarzes Netzteil Regal neben dem Sessel Empfang am neuen Platz prüfen
Mobiltelefon mit blauer Hülle Ladegerät und Kabel Vereinbarte Ladestelle Laden gemeinsam ausprobieren
Fotoalbum mit grünem Einband Keine losen Beilagen Unteres Bücherregal Nichts

Für deine eigene Liste reichen diese vier Spalten. Ergänze bei wertvollen Geräten Modell oder Seriennummer in einer privat aufbewahrten Kopie. Die Liste ist eine Orientierungshilfe, kein Ersatz für ein von der Einrichtung verlangtes Übergabeformular.

Vorlage zum Kopieren oder Ausdrucken:

Erstellt am: ____________________ · Zuletzt ergänzt am: ____________________

Gegenstand und Merkmal Gehört dazu Vereinbarter Platz Noch zu erledigen
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Kennzeichnen, ohne die Benutzung zu erschweren

Besprich zuerst, welches System das Haus verwendet. Für Kleidung brauchst du eine mit der dortigen Wäschepflege vereinbare Lösung. Bei Etuis und anderen persönlichen Dingen hilft eine gut lesbare Zuordnung. Öffnungen, Bedienelemente und Herstellerangaben bleiben frei.

Für ein geeignetes glattes Etui können QR-Code-Aufkleber von returnthis einen zusätzlichen Kontaktweg nach einem Fund bieten. Nach der Registrierung kann eine findende Person scannen oder die aufgedruckte Nummer eingeben und eine E-Mail-Nachricht senden. Die E-Mail-Adresse der besitzenden Person bleibt verborgen. Die Aufkleber ersetzen weder die interne Kennzeichnung der Einrichtung noch ein Ortungsgerät; bringe sie nur auf gereinigten, glatten Oberflächen an.

Bei einer Gehhilfe darf die Kennzeichnung die Nutzung nicht beeinträchtigen. Der separate Ratgeber zum Kennzeichnen eines Rollators geht auf geeignete Angaben und freizuhaltende Bereiche ein.

Am Einzugstag zuerst das täglich Benötigte auspacken

Eine kleine Tasche für den ersten Abend erspart die Suche zwischen Umzugskartons. Lege dort Nachtwäsche, Pflegeutensilien und die persönlich benötigten Dinge griffbereit hinein. Verlangte Unterlagen und die vereinbarte medizinische Übergabe bereitest du separat nach den Vorgaben der Einrichtung vor.

Nach der Ankunft hilft diese kurze gemeinsame Runde:

  1. Ablageorte festlegen: Wo liegen Brille, Etui und Telefon so, dass sie erreichbar sind?
  2. Geräte ausprobieren: Lassen sich Telefon und Radio am vorgesehenen Platz benutzen? Ist das richtige Zubehör da?
  3. Übergabe klären: Weiss die vereinbarte Ansprechperson, welche wichtigen Dinge angekommen sind?
  4. Fehlendes notieren: Wer bringt was beim nächsten Besuch mit?
  5. Inventarliste anpassen: Stimmen die eingetragenen Plätze mit dem eingerichteten Zimmer überein?

Vereinbare nach den ersten Tagen einen Zeitpunkt zum Nachfragen. Vielleicht fehlt ein längeres geeignetes Ladekabel, vielleicht bleiben einige mitgebrachte Dinge unbenutzt. Passe die Ausstattung an den gelebten Alltag an, statt die erste Packliste als endgültig zu behandeln.

Quellen

Aktualisiert October 06, 2026